Ab wann kann man mit ernsthaftem Training anfangen?
Eine der häufigsten Fragen neuer Welpenhalter: Ist mein Welpe schon "bereit" fürs Training, oder soll er erstmal nur Welpe sein dürfen? Die kurze Antwort: Training beginnt praktisch vom ersten Tag an – aber "Training" bedeutet in den ersten Monaten etwas anderes als bei einem erwachsenen Hund.
8–12 Wochen: Grundlagen spielerisch legen
In dieser Phase geht es weniger um Kommandos als um Beziehung und Vertrauen: Name lernen, erste freiwillige Blickkontakte, ganz kurze Sitz-Übungen. Alles im Spielmodus, nie mit Druck.
3–4 Monate: Erste feste Kommandos
Jetzt lassen sich "Sitz" und "Platz" zuverlässig aufbauen (siehe separater Artikel), ebenso die ersten Schritte beim Rückruf – noch komplett ohne Ablenkung.
4–6 Monate: Ablenkung langsam steigern
Die Grundkommandos aus der Wohnung werden jetzt nach draußen übertragen – erst in ruhiger Umgebung, dann mit wachsender Ablenkung. Die Konzentrationsspanne wächst spürbar.
Ab ca. 6 Monaten: Die Pubertät kommt
Viele Halter erleben hier einen scheinbaren "Rückschritt" – ein Welpe, der schon zuverlässig hörte, ignoriert plötzlich Kommandos. Das ist normal und hormonell bedingt, keine Charakterfrage. Ruhig dranbleiben, Anforderungen kurzzeitig etwas zurückschrauben, nicht aufgeben.
Die wichtigste Regel über alle Phasen hinweg
Training bedeutet in jedem Alter: kurz, klar, positiv. Ein 5-Minuten-Training öfter am Tag bringt mehr als eine lange, zähe Einheit. Und: Ein Welpe, der etwas "noch nicht kann", macht selten etwas falsch – meist ist es schlicht noch zu früh dafür.
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